Wetterauer Räuberkrieg 1405
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Re: Wetterauer Räuberkrieg 1405
Wie man hört, hatte Frankfurt die größten Geschütze 🫣
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Re: Wetterauer Räuberkrieg 1405
...aber bemalt, oder???
...meine Homepage ist für alle Hilfesuchenden erreichbar; www.tabletopinzuerich.ch, aber vor allem für historische Spieler, unter euch, mit Tipps zu ADG, DBX & Triumph in vielen Epochen....
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Re: Wetterauer Räuberkrieg 1405
Man muss die Modelle ja zuerst bauen 

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Re: Wetterauer Räuberkrieg 1405
So...wie versprochen:
Beteiligte auf beiden Seiten am Wetterauer Räuberkrieg.
Was ich zu den betroffenen Burgen und den beteiligten Städten gefunden habe, kommt noch.
Beteiligte auf beiden Seiten am Wetterauer Räuberkrieg.
Was ich zu den betroffenen Burgen und den beteiligten Städten gefunden habe, kommt noch.
- Dateianhänge
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- Wetterauer Räuberkrieg 1405 - Cards - Raubritter - Forum.pdf
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- Wetterauer Räuberkrieg 1405 - Cards - Königliches Heer - Forum.pdf
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Re: Wetterauer Räuberkrieg 1405
Habe hier auch einmal einige Infos, die ich finden konnte, in kompakter Form zusammengestellt
:
Wetterauer Fehde ("Räuberkrieg") von 1405
1. Anlass der Kriegszüge
Der Hauptgrund für das militärische Vorgehen war die zunehmende Unsicherheit auf den Fernhandelswegen. Der ansässige Niederadel ("Raubritter") störte den Warenverkehr durch Überfälle auf Geleitzüge und Warentransporte massiv.
Gleichzeitig verfolgten aufstrebende Reichsstädte wie Frankfurt und Gelnhausen handfeste wirtschaftspolitische Interessen: Sie erstrebten ein von Burgen bereinigtes Umland, um ihre Handelsrouten ohne Störungen durch lokale Adlige kontrollieren zu können.
2. Die Teilnehmer
Die Angreifer
Erste Phase (Mitte Februar 1405)
Systematische Zerstörung
Insgesamt wurden zahlreiche Wehranlagen niedergelegt. (Hans Loyo, Die Landfrieden unter Ruprecht von der Pfalz (1400-1410), Gießen 1924, S. 17 nennt konkret neun Anlagen.)
Betroffen waren u.a., möglicherweise in dieser Reihenfolge (evtl. wurden auch manche Ziele zeitgleich mit unterschiedlichen Heerzügen attackiert):
Die systematische Niederlegung der Befestigungsanlagen schwächte die Position des räuberischen Niederadels und sicherte die Handelswege.
Am 16. Juni 1405 wurde ein auf drei Jahre befristeter Landfrieden für die Wetterau errichtet, dem sich Reichsstädte und mehrere Grafen anschlossen, um die Sicherheit in der Region langfristig zu stabilisieren.
Juristische Folgen
Die betroffenen Adligen versuchten später vergeblich, Regressforderungen (Schadenersatz) geltend zu machen; diese wurden vom König per Verbotsmandat blockiert.
Nachtrag v. 23.02.2026: Die obigen Erkenntnisse konnte ich durch Analyse relevanter Quellentexte aus Janssen, Frankfurts Reichscorrespondenz, Bd. 1, 1863 ergänzen, präzisieren und teilweise revidieren. Siehe meinen Post unten vom 23.02.2026 mit angehängtem PDF.
Wetterauer Fehde ("Räuberkrieg") von 1405
1. Anlass der Kriegszüge
Der Hauptgrund für das militärische Vorgehen war die zunehmende Unsicherheit auf den Fernhandelswegen. Der ansässige Niederadel ("Raubritter") störte den Warenverkehr durch Überfälle auf Geleitzüge und Warentransporte massiv.
Gleichzeitig verfolgten aufstrebende Reichsstädte wie Frankfurt und Gelnhausen handfeste wirtschaftspolitische Interessen: Sie erstrebten ein von Burgen bereinigtes Umland, um ihre Handelsrouten ohne Störungen durch lokale Adlige kontrollieren zu können.
2. Die Teilnehmer
Die Angreifer
- Führung: König Ruprecht.
- Truppen: 200 Frankfurter Söldner sowie Truppen der Reichsstädte Gelnhausen und Wetzlar.
- Weitere Beteiligung: Friedberg, Mainz, Worms und Speyer.
- Der Mainzer Erzbischof stieß die Intervention aufgrund von Landfriedensbrüchen ursprünglich an, tauchte jedoch in späteren offiziellen Rechtfertigungen des Königs nicht mehr als Beschwerdeführer auf.
- Interessenvertreter des Adels und der Kaufmannschaft aus Schwaben, Thüringen, Hessen und der Wetterau.
- Der lokale Niederadel in der Wetterau und im Freigericht (Kahlgrund), der die strategisch günstig gelegenen Burgen hielt.
Erste Phase (Mitte Februar 1405)
- Das königliche Heer sammelte sich in der Wetterau und machte mit den dortigen Adelsitzen "kurzen Prozess". (Start der Operationen am 17.02.)
- Der Zug zog weiter ins Freigericht (Kahlgrund), um dort gezielt Befestigungen niederzulegen. (Ab 22.02.)
- In einer ergänzenden Aktion wurde die Burg Hauenstein zerstört, die zuvor offenbar umgangen worden war.
Systematische Zerstörung
Insgesamt wurden zahlreiche Wehranlagen niedergelegt. (Hans Loyo, Die Landfrieden unter Ruprecht von der Pfalz (1400-1410), Gießen 1924, S. 17 nennt konkret neun Anlagen.)
Betroffen waren u.a., möglicherweise in dieser Reihenfolge (evtl. wurden auch manche Ziele zeitgleich mit unterschiedlichen Heerzügen attackiert):
- Karben
- Höchst an der Nidda
- Rückingen
- Burg Alzenau (vermutlich schwer beschädigt, aber nicht gänzlich gesichert)
- Wasserlos
- Hüttelngesäß
- Mömbris
- Hauenstein
Die systematische Niederlegung der Befestigungsanlagen schwächte die Position des räuberischen Niederadels und sicherte die Handelswege.
Am 16. Juni 1405 wurde ein auf drei Jahre befristeter Landfrieden für die Wetterau errichtet, dem sich Reichsstädte und mehrere Grafen anschlossen, um die Sicherheit in der Region langfristig zu stabilisieren.
Juristische Folgen
Die betroffenen Adligen versuchten später vergeblich, Regressforderungen (Schadenersatz) geltend zu machen; diese wurden vom König per Verbotsmandat blockiert.
Nachtrag v. 23.02.2026: Die obigen Erkenntnisse konnte ich durch Analyse relevanter Quellentexte aus Janssen, Frankfurts Reichscorrespondenz, Bd. 1, 1863 ergänzen, präzisieren und teilweise revidieren. Siehe meinen Post unten vom 23.02.2026 mit angehängtem PDF.
Zuletzt geändert von Jensinion am Mo 23. Feb 2026, 21:15, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Wetterauer Räuberkrieg 1405
Sehr geile Zusammenfassung Jens, vielen Dank 
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Re: Wetterauer Räuberkrieg 1405
Danke, aber ich werde das am Wochenende nochmal überarbeiten (müssen), mit den neuen Erkenntnissen von heute abend (Whatsapp-Gruppe) 
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Re: Wetterauer Räuberkrieg 1405
Bzgl der Route finde ich die realen Entfernungen ganz hilfreich
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Re: Wetterauer Räuberkrieg 1405
Auf Basis der Quellensammlung Johannes Janssen (Hrsg.), Frankfurts Reichscorrespondenz nebst andern verwandten Aktenstücken von 1376-1519, Bd. 1: Aus der Zeit König Wenzels bis zum Tode König Albrechts II, 1376-1439, Freiburg im Breisgau 1863, Nr. 284-288, S. 117-122, habe ich eine ausführliche Analyse der Ereignisse ausgearbeitet, welche meine obigen Ausführungen ergänzt und teilweise revidiert. Einige Punkte im obigen Post habe ich bereits nachträglich geändert.
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